Kath. Kirchenchor "Cäcilia" St. Sebastian

- Ein Chor für unsere Zukunft -

Eine Chorgeschichte der Superlative.

"240 Jahre sind kein Wimpernschlag!"


Erstmals 1780 urkundlich erwähnt, ist der kath. Kirchenchor "Cäcilia" St. Sebastian einer der nachweislich ältesten Chöre nicht nur im Bistum Trier, sondern im gesamten deutschsprachigen Raum  und zudem der älteste Verein in Püttlingen überhaupt.

Erst um die Zeit, wo W. A. Mozart große Triumpfe feierte, fanden sich schriftliche Belege in einem Kirchenbuch (1779) über die Existenz eines großen Kirchenchores, dessen Bestand sicher auf viele Jahrzehnte, wenn nicht sogar auf das eine oder andere Jahrhundert früher datiert werden müsste (Vermutungen reichen zurück bis in das 13. Jahrhundert).

Da aber keine frühere Urkunde über die Existenz des Kirchenchores auffindbar ist, bezieht sich heute der Chor auf diesen schriftlichen Erstnachweis am 01. Juli 1780 als seinen Gründungstag.

Den überstandenen Wirren der französischer Revolution, des preußischen Kulturkampfes, des nationalsozialistischen Regimes und auch den Leiden zweier Weltkriege trotzte der Chor natürlich mit situationsbedingten und schwankenden Mitgliedszahlen diesen oft schweren Zeiten und schaffte es dennoch, konsequent immer zu bestehen.

Von der Frühzeit der Photographie bis heute sind zahlreiche Bilddokumente erhalten, die belegen, wie die Stafette der "Musica Sakra" von Generation zu Generation über die Jahrhunderte weitergegeben wurde.

Die Liebe der Chorgemeinschaft zur Kirchenmusik und zur Religion und auch der stete freiwillige Einsatz im Leben der Pfarrgemeinde brachte ihr stets hohes Lob und ehrende Anerkennungen ein.

Ein lohnender Einsatz, der sich nicht nur mit Worten und Händeschütteln, sondern manchmal auch durch materielle Dinge, die zeitgemäß gerne entgegen genommen wurden, zeigte.

Ein amüsantes Beispiel sieht wie folgt aus:

Der damalige Pfarrer Nikolaus Hammes (1777 - 1786) war mit Sicherheit ein großer Freund der Musik und daher dem Chor sehr zugetan. Er vermerkte in seinem penibel geführten Verwaltungsbuch folgende Zuwendung:

 "1780 sonntags in der octav Corporis Christi den sämblich Sänger und Sänngerinnen mit Zustand aller Kirchenschöffen in meinem Hause 36 Bouteillen Wein und Brod hergegeben ad 13 Livres 10 Sol." 

Heisst heute:

"1780 Sonntags nach Fronleichnam, allen Sängern und Sänngerinnen im Beisein aller Kirchenschöffen in meinem Hause 36 Flaschen Wein und Brot gegeben; dafür bezahlt 13 Livres 10 Sol."

Die frühe Besonderheit des Chores und seine schon damalige Bedeutung über den örtlichen Wirkungskreis hinaus wird auch in anderen Eintragungen deutlich, z.B. 

1782, wo zur Ausstattung des Chores neue Cantoral-Bücher bei den Kapuziner-Patres im Kloster Lisdorf bestellt und dafür 18 Livres gezahlt worden sind.

1785, "itz bei der Prozession auf den Limberg bei Wallerfangen den Chorsängern für Bier zu trinken gegeben; 3 Batzen."

1787, "für die Teilnahme der Chor-Singern am Donatus-Tag (30.06) in Saarwellingen zur regreaction gegeben; 3 Livres

usw. usw.

Anerkennungen und Zuwendungen von den jeweiligen zuständigen Pfarrern, von Bischöfen zu Trier und auch SE Josef Clemens Kardinal Maurer ziehen sich über die ganzen Jahre hin.

Nach den beiden Weltkriegen verzeichnete der Chor in den 60ern Jahren unter dem Vorsitz von Paul Maximini und unter der damaligen Chorleitung von Helmut David einen erfolgreichen Aufstieg. Die Anzahl der Sängerinnen und Sänger konnte auf über 70 Mitglieder gesteigert werden und die Qualität des Gesanges erreichte ein hohes Niveau. 

Die nachfolgenden Vorsitzenden und Chorleiter konnten diesen Standard gut halten, wenn zwar auch nicht immer zahlenmäßig, aber doch vom klanglichen Niveau.

So verfügt der jetzige Organist und Chormusikdirektor ADC Claus Bär zwar derzeit nicht unbedingt über die Masse an Sängerinnen und Sängern, aber das hohe gesangliche Niveau ist unser Anspruch und wird in dieser Form auch immer bestehen bleiben.


Bleibt auch hier zu erwähnen, dass wir ständig daran arbeiten, neue Sängerinnen und Sänger zu gewinnen, damit der Chor weiterlebt und die Geschichte nicht enden möge, so lange unsere Religion und unsere Pfarrei bestehen bleibt. 


Lassen Sie sich überzeugen: 

"Zum Lobe Gottes zu singen tut nicht weh, nein, es bereitet Freude!"